Empfehlungen für vier Segmente
Die Einsatzrate hängt von Tierart, Aufzuchtphase und den übrigen Proteinquellen der Rezeptur ab. Nachfolgend Empfehlungen auf Basis von Fütterungsversuchen und Referenzrezepturen.
Milchvieh
Ersetzt 50–75% des Sojaextraktionsschrots im Kraftfutter. In Versuchen mit knapp 4.000 laktierenden Kühen stieg die durchschnittliche Milchleistung um 13,83% — ohne nachteilige Auswirkungen auf Gesundheit und Fruchtbarkeit. Das Nährstoffprofil liegt nahe am Sojaschrot; Nettoenergie-Laktation und Rohprotein liegen deutlich über gewöhnlichem Baumwollsaatschrot.

Wie viel CPC in die Ration geht
| Segment | CPC-Anteil | Ersetzt | Hinweise zur Bilanzierung |
|---|---|---|---|
| Laktierende Kühe | 10–15% des Kraftfutters | 50–75% des Sojaschrots | Nettoenergie-Laktation im Blick behalten |
| Saug- und Absetzferkel | 6% der Ration | Fischmehl oder Sojaproteinkonzentrat | Lysin und Methionin ergänzen |
| Geflügel | 5–15% der Ration | Teil des Sojaschrots | Lysin, Methionin und Threonin bilanzieren |
| Karnivore Fische | 5–30% des Futters | 40–50% des Fischmehls (Forellenbarsch) | Höhere Raten erfordern eine rezepturspezifische Validierung |
| Herbivore Fische | bis 40% des Futters | Sojaschrot (Studien am Graskarpfen) | In Versuchen verbesserte ein Austausch von 38,4–69,2% das Wachstum |
| Mastschafe | Protein-Fett-Präparat | Sojaschrot | +40 g durchschnittliche Tageszunahme |
Referenzrezepturen aus der Technologiedokumentation. Die Dosierung für eine konkrete Rezeptur stimmen wir gemeinsam mit Ihrem Fütterungsberater ab.
Fischmehlaustausch bei karnivoren Fischen
Referenzrezeptur für Forellenbarsch: Fischmehl sinkt von 500 auf 300 g/kg, an seine Stelle treten 235 g/kg CPC, Sojaschrot sinkt von 139 auf 76 g/kg. Ergänzt wird die Ration um 2 g/kg DL-Methionin und 1 g/kg L-Threonin sowie eine Korrektur des Monocalciumphosphats.
Aminosäurenbilanzierung
CPC ist reich an Arginin, erstlimitierende Aminosäure ist Lysin. Die Rezeptur ist auf Lysin, Methionin und weitere essenzielle Aminosäuren auszubalancieren — entsprechend Zieltierart, Austauschrate und Zusammensetzung der gesamten Ration.
